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VonMaria Squarra

7 Tipps, wie du am besten dein VA-Business präsentierst

Wer ganz frisch als Virtuelle/r Assistent/in startet, steht vor der Frage, auf welche Weise das eigene Business präsentiert werden soll. Manche starten mit einer Facebook-Fanpage – der Unternehmensseite bei Facebook, auf der du deine Angebote und andere Informationen über dein Business darstellen und bewerben kannst. Andere starten mit der eigenen Website. Am besten du kombinierst beide miteinander. Lies hier in meinem Gastbeitrag bei DIGITALFREI, was du als VA bei deiner Unternehmensseite beachten solltest.

Die Vorteile einer Website für VAs

Wie auch immer du startest, verzichte auf keinen Fall auf deine eigene Website. Die Vorteile einer eigenen Website liegen auf der Hand:

  1. Die Inhalte, die du postest, bleiben in deinem Besitz. Alles, was wir in den sozialen Netzwerken posten, kann von heute auf morgen verschwinden, z. B. im Rahmen von technischen Updates. Oder die Inhalte rutschen in der Timeline nach unten und geraten dadurch in Vergessenheit.
  2. Du hast mit einer Website die Möglichkeit, dein Portfolio sehr detailliert und übersichtlich darzustellen.
  3. Eine Website ist persönlicher als Unternehmensseiten in den sozialen Medien.
  4. Mit deinen Blogtexten kannst du Expertise zeigen.
  5. Dein Ranking bei Google erhöht sich.

Was du als VA auf deiner Webseite falsch machen kannst.

Bevor ich meine eigene Webseite erstellt habe, habe ich mir viele Seiten von VAs im Netz angesehen, vor allem deutsche und amerikanische Seiten. Eines ist mir damals unangenehm aufgefallen:

Auf vielen Seiten wurde fast mantramistisch  die gleiche Liste an Vorteilen für den Kunden aufgestellt, welche sich für den Kunden ergeben, wenn er eine/n VA bucht. Auf manchen Websites erfuhr der Kunde erst auf der dritten Seite, was genau zum Portfolio des VA gehört. Manche schrieben zu jedem Angebot noch einen Text, warum es gut ist, eine/n VA zu buchen und kamen nicht zum Punkt. Ich als Kunde würde sofort abspringen. Warum? Weil das Gegenteil dessen erreicht wurde, was man als VA erreichen möchte. Statt Zeit zu sparen, muss der Kunde seine kostbare Zeit investieren, um mehr zu erfahren.

Zuviel Text – zu wenig Expertise

So schreiben viele VA: „Ich halte dir den Rücken frei.“ Ich weiß nicht, wie oft ich diese Formulierungen schon gelesen habe. Stellt euch vor, jemand möchte euch buchen und denkt sich, ich schau mal eben auf der Website nach, was der/die VA anbietet und liest dort zum dritten Mal in Folge: „Ich halte dir den Rücken frei“. –  oder – „Gönn dir mal was.“ –„ Ich unterstütze dich, damit du dich den wirklich wichtigen Dingen in deinem Leben widmen kannst.“ Wir können davon ausgehen, dass du nicht die/der erste VA bist, auf dessen Seite sich der Kunde umsieht. Und (fast) überall liest er das gleiche.

Versteh‘ mich bitte nicht falsch. Natürlich kannst du das alles schreiben, aber die Worte sollten mit Bedacht gewählt werden. Versuche, eine persönliche Note hineinzubringen. Formuliere witzig, originell, passend zu deinem Angebot. Aber – um Himmels willen – wiederhole nicht, was du woanders in mehrfacher Kopie wiederfinden kannst.

Was braucht der Kunde?

Das ist die Frage, die absolute Priorität hat: Was braucht der Kunde? Und um den geht es uns doch. Der Kunde hat wenig Zeit, weshalb wir ihn entlasten wollen. Dann dürfen wir ihn natürlich nicht mit ellenlangen Texten überfrachten. Ich persönlich finde, dass ein kurzer Abschnitt zum Thema Virtuelle Assistenz als Information ausreicht. Man kann die Informationen dazu in der Sidebar, als Menüpunkt, vielleicht auch – je nach Theme –  auf der Startseite oder im „Über mich“-Bereich unterbringen.

Wenn der Kunde auf deine Seite kommt, möchte er ganz schnell sehen, was du anbietest und ob dein Angebot seinen Bedürfnissen entspricht. Sieh deine Website als Unternehmensseite. Vergleiche andere Unternehmensseiten von Solopreneuren, die diese gut umgesetzt haben. Stelle auf deiner Startseite das Wichtigste über dein Angebot heraus und zwar kurz und knackig. Vergiss nicht, dass du Dienstleistungen anbietest und deine Website kein reiner Blog ist.

Damit will ich nicht sagen, dass Texte überflüssig sind. Es kommt darauf an, wie du deine Dienstleistungen präsentierst, ohne dich zu wiederholen und die kostbare Zeit deiner Kunden unnötig zu strapazieren. Wenn du mehr zum Thema Virtuelle Assistenz schreiben willst, kannst du dazu einen Blogbereich als Menüpunkt bzw. Unterseite einrichten.

Was du tun kannst in 7 Schritten:

  1. Zeige deine Dienstleistungen

Um dem Kunden einen ersten, schnellen Überblick zu verschaffen, schreibst du im Abschnitt oder auf der Unterseite „Dienstleistungen“  in Kurzform und in verschiedenen Abschnitten oder Blöcken, was du anbietest. Das können mehrere Einträge sein. Wichtig ist nur, dass der Kunde sofort sehen kann, ob dein Angebot genau das ist, was er sucht. In einem weiteren Abschnitt oder einer Unterseite mit dem Titel Portfolio kannst du näher auf dein Angebot eingehen und ausführlich deine Expertise darstellen.

 

  1. Stelle dein Portfolio dar

Konzentriere dich in deinem Portfolio ausführlicher auf deine Stärken und die Leistungen, die du anbieten möchtest. Der Kunde, der dein Portfolio liest, hat bereits Interesse und möchte jetzt im Detail sehen, was du machst. Mach es dem potentiellen Kunden leicht. Konzentriere dich auf verschiedene Oberbegriffe, die du durch viele Unterbegriffe ergänzt. Optimiere regelmäßig deine Leistungen und schärfe so deine Positionierung.

 

  1. Schreibe Blogartikel

Auf der Unterseite „Blog“ kannst du Artikel zu deinen Dienstleistungen und/oder zur Virtuellen Assistenz veröffentlichen. Hier kannst du deine Expertise zeigen, sei es als Texter oder aber als Experte auf einem bestimmten Gebiet. Es kommt gut an, wenn du hier aus deinem Alltag als VA oder von Offline-Veranstaltungen wie z. B. StartUp-Meetings, VA Workshops oder Konferenzen wie der DNX berichtest. Hier kannst du Verlinkungen zu deinen Dienstleistungen oder zu anderen Websites erstellen und du kannst Gastartikel einbauen.

 

  1. Infos über dich

Schreibe einen kurzen, informativen Text über dich und die wesentlichen Stationen deines Werdegangs. Halte dabei den Fokus auf dein Business. Es gibt WordPress Themes, wo diese Bereiche vorgegeben sind und du dir nicht so viele Gedanken über die Strukturierung machen musst. Auch wenn du dabei den Fokus auf dein Business lenkst, bleibe persönlich und authentisch.

 

  1. Testimonials

Ganz wichtig sind Testimonials. Im Online-Marketing überzeugen Testimonials den Kunden mehr als ein perfekter Lebenslauf. Gerade zu Anfang ist es schwierig, Testimonials als VA vorweisen zu können.

Du kannst aber versuchen, Testimonials von Leuten zu bekommen, mit denen du in der Vergangenheit zusammengearbeitet hast. Was ich nicht tun würde, ist, alte Arbeitszeugnisse zu übernehmen. Hierfür brauchst du die Einverständniserklärung deines ehemaligen Arbeitgebers. Liegt diese vor, kannst du deinen Wunschtext auf deiner Seite einbinden.

 

  1. Preise

Gerade zu Anfang tun sich die meisten VAs schwer mit der Preisgestaltung. In der Anfangszeit experimentiert man oft noch mit seinen Preisen und richtet sich nach den Erwartungen der Auftraggeber. Während des ersten halben Jahres kannst du daher  zurückhaltend sein und musst deine Preise noch nicht offenlegen.

Plugins für Preistabellen

Nach einer gewissen Zeit der Einarbeitung möchte man seine Preise erhöhen. Dies ist der beste Zeitpunkt, um die eigenen Preise auch auf der eigenen Website sichtbar zu machen. Vielleicht hast du jetzt auch schon den Punkt erreicht, wo du deine Nische oder deine besonderen Schwerpunkte gefunden hast. Du möchtest diese gerne unterschiedlich vergütet sehen. Mit  speziellen Plugins kannst du deine verschiedenen Angebote werbewirksam auf deiner Website darstellen.

 

  1. Kontaktmöglichkeiten

Zu jeder Website gehört ein Kontaktformular. Oft kannst du den Text dazu selber gestalten. Manche Themes bieten Call-to-Action-Buttons, über welche du den Kunden mit deinen sozialen Netzwerken, deinem Skype-Account oder deiner Telefonnummer verbinden kannst. Suche die für dich passende Art der Kontaktaufnahme aus. Optimal ist es, wenn sich solche CTAs sowohl auf der Startseite als auch auf den jeweiligen Unterseiten befinden.

Wenn du diese Punkte beherzigst, hast du einige wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Website erfüllt. Du hast deine Leistungen optimiert, deine Positionierung geschärft und dich als Person vorgestellt. Jetzt kannst du noch weitergehen und deine Website mit interessanten Blogartikeln aufwerten. Dabei solltest du weitere Punkte beachten:

3 Tipps für optimale Blogartikel

  1. Schreibe Texte, die Interesse wecken und Vertrauen in deine Expertise schaffen.
  2. Verwende interessante, zum Inhalt deiner Texte passende Bilder. Beachte bei Verwendung von CC0-Bildern die Copyright-Bedingungen der Bildernetzwerke.
  3. Wähle passende Keywords und strukturiere deine Artikel SEO-kompatibel, um besser bei Google gefunden zu werden.

 

Fazit: Bei Beachtung einiger Grundregeln für die Gestaltung und die Inhalte deiner Unternehmenswebsite wirst du bei deinen Kunden einen positiven Eindruck hinterlassen. Wenn deine Webseite fertig ist, hört die Arbeit noch nicht auf. Versuche bei deinen Blogbeiträgen deinen Schreibstil zu verbessern und immer wieder aktuelle und für den Kunden interessante Themen zu finden. Lese dich in SEO ein und optimiere deine Website fortlaufend hinsichtlich deiner Keywords und weiterer Faktoren. Auf diese Weise wirst du das Ranking deiner Website verbessern und mehr Erfolg in deinem Business kreieren.

 

 

VonMaria Squarra

Was ist Virtuelle Assistenz?

Neues Berufsbild in der Digitalbranche –

Virtuelle Assistenten arbeiten als Online-Unternehmer ortsunabhängig von allen Teilen der Welt aus. Sie sind sowohl in Coworking Spaces und Workations als auch im Homeoffice anzutreffen. Ihre Kompetenzen beschränken sich nicht allein auf Backoffice-Aufgaben, sondern umfassen viele Bereiche. Virtuelle Assistenten arbeiten als Webdesigner, Grafikdesigner, Video-Editoren, Social Media-Berater, SEO-Berater, Online-Redakteure, Texter und Übersetzer.

(Bildcredit: CC0 Public Domain Pixabay, “Desktop creative” by Season, 10.07.2017)

Wenn Sie in Deutschland bei einem beruflichen Event, bei Netzwerktreffen oder einer privaten Party jemanden kennenlernen, dann ist eine typische Small-Talk-Frage:

„Und, was machen Sie beruflich?“

Wer sich in einem Angestelltenverhältnis befindet, kann diese Frage in der Regel schnell beantworten. Ich als virtuelle Assistentin habe es da schwerer, weil viele in Deutschland mit dem Begriff nichts anfangen können. So mancher denkt dabei an Szenarien aus Star Wars, ein anderer an Virtual Reality. Auf jeden Fall klingt der Begriff in den Ohren vieler sehr exotisch.

„Noch nie gehört, was ist denn eine Virtuelle Assistentin?“

Virtuelle Assistenten übernehmen für ihre Auftraggeber all jene Aufgaben, die sie vom Kerngeschäft abhalten oder ihren kreativen Projekten im Wege stehen. Dadurch erzielen ihre Kunden eine höhere Produktivität und eine verbesserte Work-Life-Balance.

„Ja, aber was genau machen Virtuelle Assistenten?“

Typische Aufgaben sind:

  • Pflege und Betreuung der Social Media-Kanäle
  • Konzeption einer Social Media-Strategie
  • Community Management
  • Erstellung und Pflege eines Corporate Blogs
  • Bildbearbeitung
  • Online-Redaktion

Des Weiteren bieten sie allgemeine Backoffice-Tätigkeiten an:

  • E-Mail-Support
  • Recherche
  • Reiseplanung
  • Korrespondenz
  • Korrektorat und Lektorat
  • Übersetzungen und
  • Transkription von Podcasts oder Interviews

„Dann arbeiten Sie also jeden Tag vom Homeoffice aus?“

Ja und Nein. Es gibt sehr viele Arbeitsorte, die für Virtuelle Assistenten in Frage kommen. Eine Grundvoraussetzung ist allerdings, dass schnelles Internet vorhanden ist. Das Homeoffice ist nur eine Möglichkeit. Der Austausch mit Kunden oder Kollegen findet per E-Mail, Skype, Riot, Trello oder Slack statt.

Coworking Spaces

Coworking Cafés sind eine angenehme Alternative zum Homeoffice. Viele mieten sich tage- oder wochenweise in Coworking Spaces in Deutschland oder anderen Ländern ein. Manche arbeiten vom Wohnmobil aus. Eine weitere Möglichkeit sind Internet-Cafés.

Workations

Dann gibt es noch die sogenannten Workations, ein Wort, das sich aus „Work“ und „Vacation“ zusammensetzt. Dort treffen sich außer Virtuellen Assistenten Digitale Nomaden aus verschiedenen Berufsrichtungen. Sie sind wie Virtuelle Assistenten Freelancer oder Unternehmer, die ihre Arbeit fast ausschließlich mit digitalen Technologien ausführen und einen ortsunabhängigen Lebensstil führen.

Eine Besonderheit sind Social Workations, die sich an sozialen Projekten vor Ort beteiligen. Beispiele hierfür sind Dahab in Ägypten, Medellín in Kolumbien, Taghazout in Marokko und verschiedene Orte in Südostasien wie Thailand und Indonesien.

„Was ist das Spannende für Sie, als Virtuelle Assistentin zu arbeiten?“

Langeweile ist ein Fremdwort für Virtuelle Assistenten. Abgesehen von den Herausforderungen, die eine Selbständigkeit mit sich bringt, bietet mir eine weit gefächerte Aufgabenpalette die Möglichkeit, immer wieder Neues zu lernen und mein Wissen zu erweitern.

Weitere Vorteile sind für mich, dass ich die Möglichkeit habe, meine Arbeitsumgebung individuell zu gestalten, den Arbeitsort frei zu wählen und die Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Der Austausch innerhalb einer internationalen Community und die Konfrontation mit spannenden Themen gestalten den Arbeitsalltag interessant und abwechslungsreich.

„Was bedeutet das für Sie als Kunden?“

Während Sie Ihre nächsten Projekte planen, halte ich Ihnen den Rücken frei. Ich erledige für Sie die Dinge, die Ihnen nicht so liegen und Ihre kostbare Zeit stehlen. Gerne unterstütze ich Sie hierbei.